Frauen der Wissenschaft

Women at Science

Irène Joliot-Curie

Erstellt von admin am Mittwoch 11. März 2009

Irène wurde am 12. September 1897 als Tochter von Marie und Pierre Curie in Paris geboren. Nach dem Tod ihres Vaters wuchs sie bei ihrem Grossvater Eugène Curie auf. Nachdem Irène zunächst daheim von ihrer Mutter und dem Physiker Paul Langevin unterrichtet wurde, besuchte sie später das Collège Sévigné. Ab 1914 studierte sie Physik und Mathematik an der Sorbonne. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über alpha-Strahlen, welche von Polonium emittieren. Die Promotion erfolgte 1925. Im 1. Weltkrieg leitete sie eine Röntgenstation im Militärkrankenhaus von Amiens. Nach dem Krieg arbeitete sie im Radiuminstitut ihrer Mutter, wo sie den Chemielaboranten Frédéric Joliot kennenlernte, den sie am 9. Oktober 1926 heiratete. 1933 entdeckten Irène und Frédéric die künstliche Radioaktivität. 1934 gelang es ihnen, ein künstliches radioaktives Stickstoffisotop aus Brom, sowie ein künstliches radioaktives Aluminiumisotop aus Magnesium herzustellen. 1935 erhielt das Ehepaar den Nobelpreis für Chemie.
Irène engagierte sich sehr in der Politik und war ab 1934 gemeinsam mit ihrem Mann im Aktionskomitee antifaschistischer Intellektueller tätig. 1936 wurde sie für 3 Monate Staatssekretärin für Wissenschaft und Forschung unter der Regierung Léon Blums. 1937 trat sie eine Dozentenstelle an der Sorbonne an. Der zweite Weltkrieg und die Erkrankung an Tuberkulose zwangen sie zu einer Unterbrechung ihrer Arbeit. Am 17. März 1956 verstarb Irène Joliot-Curie an Leukämie, welche sie sich vermutlich bei ihrer Arbeit mit Röntgenstrahlen und dem hochgiftigen Polonium zugezogen hatte.

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>