Frauen der Wissenschaft

Women at Science

Dorothy Crowfoot Hodgkin

Erstellt von admin am Freitag 13. März 2009

Dorothy Crowfoot wurde am 12. Mai 1910 in Kairo geboren. Sie war die Älteste von vier Töchtern in einer englischen Kolonialbeamtenfamilie. Ihre Eltern John Winter Crowfoot und Grace Mary Hood mussten aus beruflichen Gründen oft ihren Wohnort wechseln. Aus diesem Grund ließen sie ihre Töchter bei Verwandten in England aufwachsen.
In der Grundschule lernte Dorothy Crowfoot das Züchten von Kristallen und hatte damit ihre Berufung fürs Leben gefunden. Ihre Mutter, die selbst eine gute Botanikerin war, bestärkte ihre Tochter immer in ihren naturwissenschaftlichen Interessen. Nachdem Dorothy Crowfoot im Alter von 16 Jahren Parsons “Grundlagen der Chemie” gelesen hatte, fasste sie den Entschluss, Chemie zu studieren. Insbesondere war sie an der Chemie biologisch relevanter Moleküle interessiert.
Von 1928 bis 1932 belegte sie in Oxford Chemie. Danach ging sie nach Cambridge um bei dem Chemiker Bernal ihre postgraduate studies zu absolveren. Er untersuchte mittels der Röntgenstrukturanalyse Sterole. Dorothy Crowfoot war von der neuen Untersuchungs-Methode hingerissen. Im Jahr 1934 kehrte sie dann nach Oxford zurück und unterrichtete dann am Somerville College Chemie. Im selben Jahr begann sie auch mit der chemischen Analyse des Insulins. Es sollte ganze 35 Jahre dauern bis die gesamte Struktur des Stoffes aufgedeckt war.
1937 heiratete Dorothy Crowfoot den Politologen Thomas Lionel Hodgkin, mit dem sie schließlich auch drei Kinder hatte. Bereits nach der Geburt ihres ersten Sohnes, erkrankte Dorothy Crowfoot Hodgkin schwer an entzündlichem Gelenkrheuma. Sie trotzte jedoch dieser schmerzhaften und entstellenden Kranheit und ließ sich nie von ihren Forschungen abhalten.
1947 wurde sie als dritte Frau in die exklusive Royal Society aufgenommen. Seit dem Jahr 1962 war Dorothy Crowfoot Hodgkin MItglied der Pugwash-Konferenz und setzte sich zusammen mit anderen Wissenschftlern aktiv für die Verständigung von Wissenschaftlern aus Ost und West ein. 1964 wurde ihr dann eine hohe Ehre zu teil. Sie bekam als dritte Frau nach Marie Curie und Irene Joliot-Curie den Nobelpreis für Chemie. Ein Jahr später wurde ihr von Queen Elizabeth II. der Orden of Merit verliehen. Außerdem wurde sie noch mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Dorothy Crowfoot Hodgkin starb schließlich am 30. Juli 1994 in Shipston-on-Stour in England.

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